So hier bin ich wieder mit Teil 2 meines Berichts.
Im Folgenden werde ich euch von meinem Urlaub in Sambia an
den Victoriafalls berichten.
Tag 1 (20.12.12)
Am Donnerstagmorgen um 6:30 Uhr hieß es für meine beiden alten Mitbewohner Philipp und Steffen, Steffens Vater, Marlene und mich, aufstehen, duschen, fertig packen und ab ins Stadtzentrum Lilongwe zu Kiboko Safaris. Um 8:00 Uhr startete unsere Tour zu en Victoriafalls.
Nach etwa 2 Stunden Fahrt erreichten wir schon die sambische Grenze. Hier mussten wir zuerst unser Visum für Sambia beantragen und einige Formulare ausfüllen aber dann ging es auch schon weiter.
Nach einer weiteren Stunde Fahrzeit wurden wir von der Polizei angehalten, die meinten sie könnten sich zusätzlich etwas Geld verdienen und erzählten uns irgendeine Geschichte, dass wir eine Quittung brauchen, weil sonst hätten wir unser Visum nicht bezahlt. Blöd waren wir aber auch nicht und nach etwas Diskussion und Bestechung mit einer Tüte Chips und Keksen, durften wir dann auch weiterfahren.
Wiederum nach einiger Fahrtzeit bemerkte unser Guide, Koch und Fahrer, dass unser Auto etwas Öl verliert. Dies blieb aber nicht bei ein bisschen, denn schon an der nächsten Tankstelle mussten wir Öl nachfüllen. Wir hatten schon etwas Sorgen, dass wir gar nicht mehr ankommen mit dem Auto aber so gegen 17:30 Uhr kamen wir schließlich in Lusaka an, der Hauptstadt Sambias. Hier schlugen wir in einem Pioneer Camp unsere Zelte auf und aßen gemütlich zu Abend, bevor wir total erschöpft in unsere Schlafsäcke fielen.
Tag 2 (21.12.12)
Am nächsten Morgen gab es um 7:00 Uhr Frühstück und nach dem
zusammenräumen der Zelte brachen wir schon wieder auf. Unser nächstes Ziel war
Livingstone und somit also die Victoria Falls. Trotz hohem Öl- Verlust
schafften wir sogar diese Strecke noch und kamen gegen ca. 16:30 Uhr auf
unserem Campingplatz „The Waterfront“ in Livingstone an. Hier schlugen wir wieder
unsere Zelte auf, denn dieser Campingplatz sollte für die nächsten 3 Nächte
unser neues Zuhause sein. Danach habe ich noch ein paar verrückte Affen beobachtet und habe dann mit allen gemeinsam zu Abend gegessen. Natürlich haben wir auch noch kurz gefeiert, dass wir endlich an den Victoria Falls sind und dass wir noch alle leben und die Welt nicht unter gegangen ist. Danach sind wir auch schon wieder total müde in unsere Betten gefallen.
Tag 3 (22.12.12)
Um 8:00 Uhr gab es Frühstück und um 9:00 Uhr haben wir uns
dann endlich auf den Weg zu den Victoria Falls gemacht. Der Park an den
Victoria Falls war einfach riesig groß und super schön. Es gab vier
verschiedene Pfade die man gehen konnte.Als nächstes ging es zum Upstreamtrail, das heißt auf die andere Seite der Schlucht, die Seite auf der der Sambezi fließt. Von hier konnte man genau sehen, wie aus dem total ruhigen Sambezi ein reißender Fluss wird und mit welcher Strömung er die Schlucht hinunter bricht.
Als dritten Pfad haben wir uns für den Bridgetrail entschieden. Hier konnte man an der Schlucht entlang gehen, an der vor vielen Jahren einmal die Victoriafalls waren, bevor die riesige Platte gebrochen ist und sich die neue Schlucht der heutigen Victoria Falls gebildet hat.
Es war sehr interessant zu sehen und auch zu erfahren, wie genau die heutigen Victoria Falls entstanden sind und wie sich noch vor ein paar Tausend oder Millionen Jahren ausgesehen haben.
Bridgetrail hieß der Pfad vor allem aus dem Grund, da man von hier die Brücke sehr gut sehen konnte, die die Sambische Seite und die Simbabwische Seite der Victoria Falls verbindet.
Um 18:00 Uhr sind wir schließlich zurück zum Camp gefahren,
haben gemütlich gegessen und geduscht, haben uns wieder den Sonnenuntergang
angeschaut und sind dann schlafen gegangen.
Tag 4 (23.12.12)
Um 8:00 Uhr gab es wieder Frühstück und dann ging die Überlegung los: Was machen wir heute, wir haben ja schon alles gesehen. Steffen und sein Vater wollen nochmal zu den Victoria Falls, allerdings auf die Simbabwische Seite. Philipp, Marlene und ich hatten da aber nicht zu viel Lust und haben uns überlegt ein Adventure zu machen. Zuerst haben wir uns gedacht eine Bootstour zu machen, über den Sambezi, aber das war irgendwie zu langweilig. Dann dachten wir über eine Safari nach, da aber gerade die Regenzeit beginnt, hatten wir ziemlich schlechte Chancen Tiere zu sehen und haben uns deshalb auch gegen die Safari entschieden.
Total ungefährliches Baden im Sambezi, bevor er die Schlucht hinunterstürzt. Wir hörten Sachen wie: Es geht überhaupt keien Strömung, es ist total ungefährlich, es ist ein einzigartiges Erlebnis,…wie immer war das aber total Mist um Geld zu machen, aber das wussten wir davor noch nicht.
Es hieß die Tour geht etwa zwei Stunden. Unsere Vorstellung war, dass wir da irgendwie hinkommen, wie auch immer, da schnell baden gehen und wieder zurück gehen. Pustekuchen. Als erstes hieß es Hose runter und rein in den Bikini bzw. die Badehose. Als nächstes mussten wir uns alle fest an den Händen halten. Dann ging es los. 1,6 km zu Fuß durch den Sambezi laufen, etwa 10 Meter von der Schlucht entfernt, immer gegen die Strömung und zum Teil in Hüfthohem Wasser. Nach ca. 75 min waren wir dann fast da.
Also kletterte Marlene hinterher und schwamm los und wurde erst einmal 2 Meter abgetrieben auf die Kante zu und man hat nicht nur bei ihr die Panik sehen können sondern auch sofort bei allen von uns. Nur der Guide blieb cool und meinte, wenn sie zu sehr abgetrieben wird, soll sie wenigstens noch versuchen das gelbe Seil, direkt am Abgrund zu fassen.
Ich selbst hatte für mich entschlossen, dass ich da nicht rein geh und schwimm aber schon kurz darauf war die Strömung vorbei und Marlene konnte wieder ganz normal schwimmen und auch gleich wieder stehen. Also waren wir alle wieder etwas ruhiger und sind dann doch geschwommen, die Panik kam dann aber auch sofort wieder, als ich sogar noch etwas weiter als Marlene abgetrieben wurde, blieb aber alles im Rahmen und auch ich kam aus der Strömung raus.
Nur wenige cm daneben springen könnten schon absolut tödlich sein, weil wir dann zu sehr von der Strömung abgetrieben werden und einfach mitgerissen werden. Also sind wir alle gesprungen und waren super glücklich als wir aufgetaucht sind und noch am Leben waren. Alle hatten aber den absolut panischen Gesichtsausdruck, haben uns dann aber für ein paar Bilder aufgerafft schön in die Kamera zu lächeln, wobei auch richtig viele Bilder dabei sind, auf denen man die Panik richtig sieht, nicht nur im Gesicht sondern auch an der Körperanspannung.
Dann hieß es aber auch wieder zurückschwimmen und als wir dann endlich wieder auf unserer kleinen Insel standen waren wir richtig erleichtert. Aber wir mussten ja auch wieder die 1,6 km zurück durch den Sambezi. Als wir nach fast vier Stunden (anstatt 2) zurück am festen Ufer standen waren wir alle fix und fertig.
Die Jungs sind nochmal losgezogen und haben doch noch eine Bootstour gemacht. Als die Jungs dann wieder zurück kamen haben wir uns alle noch gemeinsam an die Campingplatzbar gesetzt und Alkohol konsumiert. Dann gings ab ins Bettchen.
Tag 5 (24.12.12)
Frühstück gab es um 7:00 Uhr. Dann wurden die Zelte wieder
eingepackt und die Fahrt ging zurück nach Lusaka in das Pioneer Camp. Auf dem
Weg kauften wir uns noch eine Flasche
Wein, die wir bei einem gemütlichen Weihnachtsessen trinken wollten. Zuvor
hatten wir aber erst mit ein paar kleinen Problemen zu kämpfen: Ameisen. Schon
während der Fahrt wurden Steffen und ich immer wieder von Ameisen genervt und
auch neben uns ging schon eine ganze Ameisenstraße durchs Auto.
Tag 6 (25.12.12)
Am nächsten Morgen gab es schon um 6:00 Uhr Frühstück. Gleich
danach ging es zurück nach Lilongwe. So um 17:00 Uhr kamen wir schließlich in
Lilongwe an und gingen dann noch gemütlich essen bevor wir zurück ins
Weltwärtshaus fuhren.
Soviel zu unserer Reise zu den Victoria Falls. Silvester werde
ich ganz gemütlich, zusammen mit Marlene, Steffen und Veith im Weltwärtshaus
feiern.
Meinen Bloglesern wünsche ich auf jeden Fall schon mal einen
guten Start ins neue Jahr.
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