Nun aber erst einmal zu meinem neuen Eintrag.
Nachdem es in Mulanje endlich wieder aufgehört hatte zu regnen, wollten wir unbedingt mit unserem Stundenplan beginnen.
Zu Allem Überfluss stellten wir aber morgens fest, dass in der nacht unsere Fahrräder geklaut wurden. Wir waren alle richtig geschockt und etwas aufegschmissen, weil wir in Mulanje auf Fahrräder angewiesen sind. Dank der GIZ, haben wir aber auch ganz schnell neue bekommen und konnten letztendlich richtig durchstarten.
Anschließend sind wir mit den Kindern nach drausen, zum Bohrloch und haben die Theorie in die Praxis umgesetzt. Die Kinder haben großartige Arbeit geleistet und wir hatten alle viel Spaß.
Die Woche darauf haben wir dann das Selbe auch mit Standard 2 gemacht.
Als nächstes Projekt haben wir dann Home Economics umgesetzt. Hier haben wir, zusammen mit Standard 6 Gurken- Auberginen Salat gemacht. Unser Gedanke dahinter war, dass wir aus saisonalem Gemüse, das billig auf dem Markt erhältlich ist, Gerichte kochen, die wenige bis gar keine Malawier von sich aus kochen würden. Im Normalfall wir mindestens einmal am Tag Nsima gegessen und mit dem Salat wollten wir da etwas Abwechslung reinbringen.
Die Kinder haben auch fröhlich Gemüse geschnitten und Auberginen gekocht. Am Ende kam dann ein richtig leckerer, farbenfroher Salat raus, der auch fast allen total gut geschmeckt hat.
Neben all den Einheiten haben wir auch viel mit den Kindern gesungen, getanzt (Ententanz, Macarena), gespielt (Völkerball) und gelacht. Außerdem haben wir, gemeinsam mit dem Enkel unserer obersten Rektorin, einen Newsletter verfasst, der Informationen über unsere Projekte an Apatsa enthält und der an verschiedene Spenderorganistaionen von Apatsa gehen.
Auch mit unserem Drama Club haben wir endlich angefangen und schon die erste Stunde war ein riesiger Erfolg und hat super viel Spaß gebracht.
Trotz all den tollen Projekten und Erlebnissen, die ich in den letzten Wochen gemacht habe, ist uns und auch unserer Rektorin aufgefallen, dass 3 Freiwillige bei Apatsa einfach zu viel sind und 2 völlig ausreichen. Deshalb habe ich wieder einmal, zusammen mit den Verantwortlichen meiner Organisation hier in Malawi beschlossen, das Projekt erneut zu wechseln. Zuerst war ich überhaupt nicht begeistert davon, aber langsam freunde ich mich immer mehr mit dem Gedanken an und sehe viele Vorteile für mich. Zum Einen werde ich in ein Projekt nach Rumphi wechseln, was im Norden Malawis liegt. Dadurch bekomme ich jetzt zusätzlich zur Central Region und der Southern Region auch noch einen Einblick in das Leben in der Northern Region. Außerdem lerne ich zusätzlich zu Chichewa jetzt auch Chitumbuka, da im Norden kaum Chichewa gesprochen wird. Und meine neue Mitbewohnerin Maike ist auch ne ganz Liebe. Mit ihr hab ich mich schon auf dem Vorbereitungsseminar in Deutschland super verstanden.
Soviel erst einmal wieder dazu und ich melde mich dann wieder aus dem schönen Norden Malawis. Bis bald.