Freitag, 7. September 2012

Minibus- und Markttag


Heyho,
nachdem ich ja jetzt schon fast 3 Wochen in Malawi bin, kenn ich mich in Lilongwe schon ziemlich gut aus und finde mich super zurecht. Da ich das alles eben schon so klasse kann, wurde ich von Renata und Anja dazu berufen den „neuen“ Freiwilligen heute das Minibusfahren zu zeigen und ihnen zu erklären, wie sie am besten zum (Super-) Markt kommen, wie viel sie für Obst und Gemüse etwa zahlen sollten und und und.

Zuerst haben wir uns aber auf dem Markt gestärkt und sind eine Kleinigkeit essen gewesen. Dann hieß es schließlich Obst und Gemüse kaufen für das Abendessen. Natürlich waren 9 weiße Menschen auf einem Haufen ein gefundenes Fressen und so waren wir auch schon nach 2 Minuten von etwa 10 malawischen Marktverkäufern umringt, die uns allesmögliche andrehen und verkaufen wollten. Alles zum fünffachen Preis versteht sich. Da außer mir keiner die ungefähren Preise kannte, habe ich natürlich gehandelt, aber da wir in einer so großen Gruppe unterwegs waren, konnte man nicht vernünftig handeln. So haben wir bei den Tomaten (25 für 400 Kwacha ~ 1,10€) und den Karotten zwar ein ziemliches Schnäppchen gemacht, dafür waren aber der Salat und die Auberginen total überteuert (4 Salate und 2 Auberginen für 800 K ~ 2,50€).
Da sich Raphael nach seinem Malawijahr heute auch wieder auf den Weg nach Hause gemacht hat, war ich die letzten zwei Abende mit ihm feiern und bin daher nicht sehr viel zum schlafen gekommen. Dann war die Arbeit natürlich sehr anstrengend und der Markttag heute war dann auch nochmal etwas stressig, deshalb bin ich jetzt doch etwas geschafft und müde und werde heute trotz Wochenende etwas früher ins Bett gehen und mal wieder richtig ausschlafen.

Mittwoch, 5. September 2012

Allgemeines


Hallihallo alle zusammen.
 

Zurzeit gibt es hier leider nicht soviel zu berichten, außer dass die „neuen“ Freiwilligen jetzt auch endlich angekommen sind.

Jetzt hab ich auch, nach langem Warten, meinen Mitbewohner Philipp kennenglernt, ein ziemlich lustiger und netter Bayer, hat auch gleich seine Aufnahmeprüfung bestanden, indem er mir die Rießenspinne Tekla aus dem Haus entfernt hat :D
 
 
 

Ich kann ja jetzt sonst einfach mal ein paar allgemeine Dinge über Malawi erzählen…
 
 
Die Minibusse:

Also mit den Minibussen kommt man hier eigentlich überall hin, man muss halt etwas Zeit und Geduld und vor allem viel Nerven mitbringen. Hier ein paar Fakten zu den Bussen:

1. Wenn vor dir ein Auto bremst, ein Fußgänger vorbeigeht oder ein Fahrradfahrer fährt, geb richtig Gas, hup so oft und so laut du kannst und wenn sie nicht auf die Seite gehen überleg dir spontan was Anderes, weil bremsen geht nicht mehr.

2. Bremsen nur im alleräußersten Notfall und dann erst 2 Meter bevor du die Stoßstange des Autos vor dir siehst. Da dir der Bremsweg nicht reicht fahr einfach vorbei auf die andere Straßenseite, dass du nicht hinten drauffährt…alles ganz nach dem Motto: Wer später bremst fährt länger schnell.

3. Goldene Regel: wenn Platz für 9 Leute ist, muss auch Platz für 23 sein :D (ich hab schon einige blaue Flecken und heute hat mir der Busfahrer ausversehen das Knie aufgeschlitzt, nicht groß aber ziemlich tief und blutig :()


Die malawischen Frauen:

Zitat von einer GIZ- Mitarbeiterin: „Wenn die Frauen hier eins haben, dann sind es definitiv Kinder.“

Diesem Zitat kann ich voll und ganz zustimmen. Unter 4 Kindern wird hier gar nicht angefangen Kinder zu zeugen und das Transportmittel für Kinder sieht folgendermaßen aus: Das Kind wird mit dem Bauch auf den Rücken der Mutter gelegt und dann mit einem Tuch (Chitenge) da einfach festgebunden. Kinderwagen gibt es hier glaube ich nicht, das einzige was ich bisher (aber nur einmal!) gesehen hab, war ein Schubkarren mit einem Kissen drin.

Ja ansonsten gibt es momentan gerade nicht viel zu erzählen, wie schon oben erwähnt. Ich werde jetzt auf jedenfall zum Beachvolleyball spielen gehen und an eine Bar was trinken, weil Raphael heute seine Abschiedsparty hat, da er am Freitag wieder zurück nach Deutschland fliegt.

Sonntag, 2. September 2012

Arbeit und "Angeln"


Hallo, da bin ich mal wieder.

 Nachdem ich mich ja jetzt schon seit einer Woche nicht mehr gemeldet habe, gibt es jetzt natürlich einiges zu erzählen. Am Besten fange ich mal mit meiner Arbeit an.

Letzten Dienstag wurde mir, wie schoneinmal berichtet, endlich meine Arbeitsstelle gezeigt: Children of Blessing Trust. Gleich zu Beginn wurde mir Kathy Bowler vorgestellt, die Gründerin des Projekts und zugleich meine neue Chefin. Ich hab mich auf Anhieb mit ihr verstanden und dann zeigte sie mir auch gleich alles. Das Children of Blessing Trust wurde in 2 Häuser aufgeteilt, weil es soviele Anmeldungen gab, dass das erste Haus gleich zu klein wurde. Innerhalb der Häuser gibt es verschiedene Räume, in denen die unterschiedlichsten Aktivitäten und Angebote stattfinden. So gibt es eine Preschool (Kindergarten), eine normale Schule, in der die Kindern rechnen und lesen lernen, einen Epilepsieraum, in dem die Kinder mit Epilepsie spielen können und jeweils einen Raum für Level 1 und Level 2, in denen Kindern lernen selbstständig zu sitzen, knien, stehen und sogar laufen. Die Kindern, die im Children of Blessing Trust lernen, spielen und üben sind zwischen 18 Monaten und etwa 10 Jahren (glaube ich zumindest, weil ich noch kein älteres Kind gesehn habe). Am Mittwoch hatte ich dann auch schon meinen ersten richtigen Arbeitstag, an dem im in Level 1 war. Leider war der Tag doch sehr schwer für mich, weil die meisten Kinder Angst vor mir hatten, weil ich einfach weiß bin. Andere dagegen schauten mich den ganzen Tag interessiert mit großen Augen und offenem Mund an, bevor sich dann gegen Ende doch ein ige trauten mit mir Ball zu spielen. Am Donnerstag war dann plötzlich alles ganz anders, hier wurde ich in der Preschool schon mit offenen Armen begrüßt und die Kinder stritten sich förmlich darum, wer als erstes auf meinen Schoß sitzen und wer als erstes einen Lego Turm mit mir bauen durfte. Da macht doch auch die Arbeit gleich viel mehr Spaß :).

Seit dem letzten Dienstag begannen aber auch neben meiner Arbeit, das packen und die Weiterreise der anderen Freiwilligen zu ihren Projekten. Jeden Tag gingen wieder ein paar und als ich dann am Freitag Abend von der Arbeit nach Hause kam, waren schließlich die letzten Freiwilligen aus Blantyre und Zomba auch weg. Seit dem ist es hier im Haus ziemlich leer und langweilig und deshalb freue ich mich jetzt schon rießig auf die 16 weiteren Freiwilligen, die am Dienstag hier ankommen werden. Darunter wird dann auch mein zukünftiger mitbewohner Philipp sein.

So nun aber nochmal zu meiner vergangenen Woche hier.

Da Ruben ja nur einen Katzensprung von mir entfernt wohnt (in Biwi, einem Ortsteil von Lilongwe) und sein Vorgänger Raphael auch noch hier ist, hatte ich trotz leerem Haus ein sehr lustiges Wochenende. Da Raphael hier natürlich schon fast alles kennt und einige Freunde hat, zeigte er Ruben und mir am Freitag Abend erst einmal das Harrys, eine Bar ganz in der Nähe. Nachdem wir dort einige Zeit blieben, zogen wir weiter ins Sansiba, eine Malawische Disko, die auch nicht allzuweit entfernt ist. Hier war allerding um 2 Uhr nachts nicht mehr allzuviel los und so gingen wir um 3 dann wieder nach Hause.


Nach einer kurzen Nacht gingen wir dann am Samstag mit ein paar Anderen zum „Angeln“ an einen Staudamm. Da wir aber nicht wie geplant um 8 Uhr lossind, sondern erst um 9:30, wurde aus dem Angeln dann doch nichts. Anstattdessen grillten wir Hähnchen und Beef und machten uns daraus Hamburger :D. Da an einem Damm Wasser meist nicht weit weg ist, gingen wir natürlich noch schwimmen und Kajak fahren. Abends schauten wir uns noch den Sonnenuntergang an und fuhren schließlich nach Hause.
















Heute bin ich auch endlich mal zum Wäsche waschen gekommen, was jetzt auch erst mal wieder reicht, für die nächsten 2 Wochen :D.

 
Das wars mal wieder fürs Erste. Tionana, Salani bwino