Zu der Crisis Nursery.
Mein Tagesablauf:
Nach dem
Frühstück gibt es dann für alle Babys die beliebte Milchflasche. Die Milch wird aber nicht nur getrunken
sondern auch großzügig im Gesicht und auf dem Boden verteilt. Den Kleinsten helfen wir natürlich beim füttern.
Nach dem
Fläschchen werden alle Babys gewickelt und dann ab ins Bettchen: Mittagschlaf.
Auch wenn einige noch lange mit ihren Augen kämpfen, früher oder später
verlieren sie dann doch und schlafen tief und fest.
Währenddessen wird das
verteilte Toastbrot zusammengefegt und die verschüttete Milch weggeputzt. Die
Windeln werden gewaschen und die Wäsche zusammengelegt und in der Küche wird
das Nsima für die Kleinen vorbereitet.
Wenn alles fertig ist, werden die Babys
aus ihren Bettchen geholt und dann heißt es wieder Fütterungszeit. Alle essen
schnell ihr Nsima, weil danach heißt es spielen und knuddeln.
Die Woche in der Mzuzu Crisis Nursery war wirklich traumhaft
schön. Es war so toll zu sehen wie liebevoll und fürsorglich die ganzen Nannys
um die Babys kümmern. Die Kleinen geben einem aber auch soviel Liebe zurück und
haben mir sehr viel Freunde bereitet. Böse kann man auf die Kleinen überhaupt
nicht sein.
Die Meisten der Babys haben mich schon so herzlich empfangen, nur
die kleine Stella konnte sich erst einmal nicht so recht mit mir anfreunden.
Bei Fremden kullerten immer sofort Angsttränen. Aber sie hat von Tag zu Tag
mehr Vertrauen gefasst und als am Freitagmittag Besuch vor der Tür stand kam
Stella tatsächlich zu mir um sich trösten zu lassen und ist nicht mehr von
meiner Seite gewichen.
In den Mittagspausen und nach der Arbeit habe ich die ganze Zeit mit Marlene verbracht. Wir haben zusammen gekocht, viel gelacht, Mädelsfilme bis tief in die Nacht geschaut und gemeinsam gelitten, da es wirklich sehr kalt war in Mzuzu und das warme Wasser der Dusche nicht funktioniert hat. Für mich gab es am Donnerstag sogar noch eine neue Frisur :)
Die Woche hat riesigen Spaß gemacht, ging aber leider viel zu schnell vorbei, ich wäre gerne noch etwas länger geblieben.
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