Halli hallo meine fleißigen Blogleser.
Da ich euch letztes Mal so lange warten lassen hab mit neuen
Nachrichten, schreibe ich dieses Mals schon etwas früher.
Wie schon in meinem letzten Blogeintrag geschrieben, war ich
dieses Wochenende zusammen mit Steffen und auch mit Ruben in Mangochi, besser
gesagt noch in Makawa einem Örtchen vor Mangochi.
Samstagmorgen um 6:15 ging es am Weltwärtshaus los, denn
unser Bus fuhr schon um 7 Uhr (war zumindest geplant, wurde dann aber doch
7:30). Obwohl wir dachten, dass wir recht pünktlich sind war der Bus schon mega
voll und so bekamen wir leider nur noch einen Stehplatz. Nach ca. 2 Stunden
Stehen bekam ich schließlich doch noch einen „Sitzplatz“, kurz gesagt ich hab
mir mein Sitzplatz selbst erschaffen. Nach ca. 6 Stunden Fahrt sind wir dann
auch schließlich in Makawa angekommen. Das Erste was uns auffiel war, dass es
dort nochmal mindestens 5 °C heißer ist, als in Lilongwe.
Da Ayla und Max leider
schon auf dem Festival waren und uns den Weg nur grob beschrieben haben haben
wir uns dann eben zur Polizeistation durchgefragt, weil das Haus fast daneben
ist. Nach weiteren 20 Minuten Fußmarsch, kamen wir dann auch am Haus an, fast
zeitgleich mit Jonas, der aus Blantyre anreiste. Wir (bzw. Steffen und Ruben)
hatten gerade das Zelt aufgebaut, als auch schon Veith, Nina und Nick um die
Ecke kamen und so wie wir alle zuvor, ging der erste Blick natürlich Richtung
Garten und dem daran angrenzenden Strand und See. Der Ausblick ist einfach nur
zu genial gewesen und nachdem alle mit Staunen und Beneiden fertig waren,
hatten auch schon alle Bikini und Badehose an und rannten Richtung See. Als
alle abgekühlt waren kamen schließlich auch noch Lukas, Irina und Jan, die auch
sofort in See sprangen.
So gegen 16 Uhr gingen wir dann alle zusammen auf das
Festival und dort trafen wir, wie geplant, Ayla und Max und Verena und
Christina, die schon früher angereist sind. Wie vorausgesehen, zeigte der
Alkohol bei der Hitze und ohne vernünftige Essensgrundlage auch sofort seine
Wirkung und so beschlossen wir irgendwann etwas essen zu gehen. Wir waren
gerade fertig, da kam plötzlich Lukas um die Ecke und brachte dem Abend das
absolute Highlight für alle.
Ziemlich in der Nähe des Festivals war eine riesen
Muttertagsparty geplant, an der einige Frauen (darunter die Chefin von Irina
und Lukas, was auch der Grund dafür war, dass Lukas von der Party wusste) für
ihre besonderen Leistungen ausgezeichnet werden sollen. Unter Anderem hätte
dort auch die Präsidentin geehrt werden sollen, die aber abgesagt hatte und
somit auch ihr komplettes Anhängsel nicht mitkam. Also eigentlich war die Party
auch nur für geladene Gäste und der Eintritt lag bei 15000 Kwacha, was
umgerechnet ca. 40€ wären. Da nun aber so viel abgesagt hatten, wurde der Preis
auf 1000K (=2,50€) reduziert und das mit den geladenen Gästen war auch nicht
mehr so wichtig. Wie man sich jetzt denken kann waren wir Freiwilligen da
natürlich sofort dabei, denn das Motto des Abends lautete: All you can eat and
drink. Trotz einigen Reden und Blabla war der Abend aber doch richtig richtig
witzig, denn wir fielen zwischen den Frauen in Abendkleidern nicht nur durch unseren
Beachdress auf sondern auch dadurch, dass einige der Kellner fast den ganzen
Abend damit verbrachten, bei uns am Tisch Alkohol zu bringen und leere Teller
abzuräumen. Danach waren wir aber auch so voll gefressen und müde, dass sich
fast alle von uns sich auf den Heimweg machten. Die meisten von uns sind mit
dem Auto nach Hause, ein paar wollten jedoch laufen.
Eigentlich schien der Tag gelaufen zu sein und alle wollten
nur noch ins Bett, als dann aber plötzlich die erschreckende Nachricht bei uns
ankam, dass die 4 Heimlaufenden überfallen wurden. Der Schock bei allen war
riesig, bis wir genau wussten was passiert war, aber man muss sagen, dass allen
nicht wirklich viel passiert ist und die zum Glück mit einem Schreck und ein
paar kleinen Schürfwunden davon gekommen sind.
Nach einer kurzen Nacht, war am nächsten Morgen dann aber
auch sofort wieder Frühschwimmen und Chillen am und im See angesagt. So gegen
15 Uhr sind wir dann wieder aufs Festival und sind aber schon um kurz nach 17
Uhr wieder zurück, weil wir alle früh ins Bett wollten bzw. ich noch einen
Frisörtermin bei Veith hatte um mir eine Dreadlock machen zu lassen. Heute
Morgen hieß es nämlich um 4 Uhr aufstehen, da der Bus um 5 Uhr fuhr. Diesen Mal
bekamen wir sogar einen Sitzplatz und so gegen 11:30 waren wir schließlich
zurück in Lilongwe.
Soviel wieder einmal zu meinem Wochenende. Bis bald und
Tionana